Donnerstag, 29. Dezember 2016

Eine Einladung



Einige Tage später erreicht mich ein Bote und lädt mich zum Allaventurischen Konvent nach Punin ein. Auch Ragnar und Isonzo haben einen Brief bekommen. Diesen Magiern werde ich Beine machen…. Ich hoffe, Kaldrim, Hurdo und Ardo sind noch am Leben und werden der Einladung ebenfalls nachkommen…sollte sie je angekommen sein...

Nächtlicher Wahnsinn



Aufgewühlt wälze ich mich hin und her ehe ich in einen unruhigen Schlaf falle. Plötzlich durchfährt mich ein furchtbarer Schmerz. Ich richte mich auf und umklammere meine linke Schulter. Was geschieht mit mir? Ich reiße mir das Hemd vom Leib und starre auf meinen linken Arm. Etwas scheint sich langsam zu bilden. Ich schreie auf, wälze mich auf dem Boden. Es schmerzt so furchtbar, dass es mir fast die Sinne raubt. Stück für Stück schält sich ein grün-bräunlicher Echsenarm aus meinem linken Armstumpf. Die Schmerzen werden immer schlimmer, Tränen laufen mir aus den Augen und ich lange nach einem Stück Holz und klemme es mir zwischen die Zähne. Stunden vergehen, ehe ich völlig geschwächt und schweißüberströmt zu mir komme und auf meinen linken Arm starre. Wo vorher nur ein Stumpf war ist nun ein Echsenarm, der sich völlig vertraut anfühlt. Ich bewege die drei Echsenkrallen und versuche mein Schwert zu greifen und es gelingt mir. Ich streiche mit der rechten Hand über die kühlen Schuppen, die sich ebenfalls vertraut anfühlen. In mich gehend danke ich den Wächtern und den Göttern für dieses Geschenk. Wehe dem, der mir in die Quere kommt…
Ich verlasse das Zelt und gehe zum Bach… das erste Mal seit Jahren, dass ich mir mit zwei Händen Wasser schöpfe… ich schaue in den blutrot gefärbten Himmel des nächsten Sonnenaufgangs… Ich werde meinen Kampf bekommen, Bethanier! Irgendwann….aber nichts geschieht ohne Grund… jetzt bin ich soweit!

Warunk ist gefallen



Wieder haben sie gesiegt. Wieder haben wir nichts erreicht. Wieder bin ich IHM keinen Schritt näher.
Ich wasche mir das Blut ab von der Schlacht um Warunk. Ich fühle die Ungeduld in mir. Es wird immer stärker, nach jedem Kampf. Ich bin übersät mit Schuppenstellen, Haare habe ich schon lange keine mehr, doch der Hunger nach Blut während des Kampfes lässt sich immer schwerer ertragen. Wenn es keiner sieht, so verschlinge ich ab und an sogar ein Herz, solange es ein frisches ist und kein Untotes. Das Gejammere und Geheule der Überlebenden lässt mich kalt. Ich habe kaum noch Emotionen außer Rache und Kampfeslust. Wir mussten erneut eine große Stadt aufgeben....Razzazor, dieser untote Drache … Es muss etwas passieren, ich habe das Gefühl, wir treten auf der Stelle. Tobrien ist dem Untergang geweiht, wenn nicht mehr geschieht. Mit einem einfachen Kämpferheer werden wir scheitern. Wir brauchen mehr…